Wie bereits berichtet, haben sich die Fraktionen von Initiative, Freien Demokraten und SPD geeinigt, mit einer gemeinsamen Liste zur Besetzung des Gemeindevorstands ins Rennen zu gehen. Gewählt wurden Alexander Noll, Ulrich Fischer, Karl Pitterling sowie Kai-Uwe von de Brock-Taeger. Als Gegenvorschlag fungierte ein gemeinsamer Vorschlag von CDU und Grünen, von dem Johannes Rubach und Friedhelm Engel gewählt wurden.
„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der Gemeindevorstand mehr Dynamik bei der Umsetzung der Beschlüsse der Gemeindevertretung einfordern muss, damit es in Großkrotzenburg im Sinne der Bürgerinnen und Bürger spürbar voran geht. Die Schaffung neuen Wohnraumes wurde nicht wirklich durch die Ausweisung eines neuen Baugebietes am Ortsausgang in Richtung Großauheim vorangetrieben. Die Feuerwehr verzweifele fast an der Unterstützung durch das Rathaus. Relativ einfache und doch wichtige Themen wie die Notstromversorgung für das Feuerwehrgerätehaus sind seit Jahren unbearbeitet, ganz zu schweigen vom Neubau des Feuerwehrgerätehauses, das längst den aktuellen Sicherheitsanforderungen nicht mehr entspricht. Mit dem aktuellen Doppelhaushalt 2024/2025 wurden Millionenbeträge für die Arbeiten an der Kläranlage bereitgestellt, die noch immer auf ihre wichtige Verwendung warten. Die Straßenanbindung des seit Jahren in Betrieb befindlichen Medizinischen Versorgungszentrums ist immer noch „in Vorbereitung“, kritisiert SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Bretthauer.
Um diesen Stillstand aufzubrechen, haben sich die Fraktionen von Initiative, Freien Demokraten und SPD bei der Besetzung des Gemeindevorstands am 18.5.2026 in der Gemeindevertretung durchgesetzt. In einem ersten Schritt wurde die Zahl der ehrenamtlichen Beigeordneten von 9 auf 6 reduziert. Mit dem nächsten Schritt wurde, beschränkt auf die Besetzung des Gemeindevorstands, mit einer gemeinsamen Wahlliste die bisherigen Blockaden im Gremium beendet.
Als ehrverletzend durch den Fraktionssprecher der Grünen, Bäuml, bewertet SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Bretthauer dessen Stellungnahme in der Gemeindevertretung, die sich nahtlos an die Veröffentlichungen der Grünen in den sozialen Netzwerken anschloss. Wenn dem nunmehr gewählten Ersten Beigeordnetem Alexander Noll die menschliche Eignung für dieses Amt abgesprochen wird und auf eingereichte Strafanzeigen gegen ihn hingewiesen wird, dann wirft dies ein besonderes Bild auf die Grünen, die in ihrer Hetzkampagne natürlich darauf verzichteten, die Erfolglosigkeit der Verfahren zu erwähnen. Weder Strafverfolgung noch Kommunalaufsicht haben eine Ahndung ausgesprochen. Vielmehr wurden alle diese Verfahren eingestellt.
Das zeige sehr deutlich, dass es den Grünen, die dabei auch von der örtlichen CDU-Spitze unterstützt wurden, ausschließlich um die Verunglimpfung der Person ging. In der Sache gab es keinerlei Argumente.
„Bäuml hat die Fraktionen von Initiative, Freien Demokraten und SPD mehrfach in seiner Rede aufgerufen, doch eine Koalition einzugehen. Genau dieses „Durchregieren“ ist jedoch nicht Ziel der drei Fraktionen, die Wert auf eine gedeihliche Zusammenarbeit aller Fraktionen in der Gemeindevertretung legen. Dass sich die Grünen nunmehr davon mit ihren Stellungnahmen verabschiedet haben, liegt in deren Verantwortung“, betont Uwe Bretthauer.
