Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin, steht im Artikel 3 unseres Grundgesetzes.
„Der Umstand, dass Frauen Kinder bekommen, ist nicht gleichbedeutend dafür, dass sie auch dauerhaft alleine für die Begleitung der Kinder beim Aufwachsen verantwortlich sind. Massive Abstriche bei der beruflichen Entwicklung hinzunehmen, weil sie die Kinderbetreuung eine Auszeit am Arbeitsplatz.und damit in der beruflichen Entwicklung nehmen müssen, ist unzumutbar. Das gilt umso mehr für alleinerziehende Elternteile. Zudem trägt eine Betreuung maßgeblich zur frühkindlichen Bildung bei“, betont die sozialdemokratische Gemeindevertreterin Ursula Efker-Bergmann.
Die Städte und Gemeinden sind hier in der Verantwortung mit der Bereitstellung von Kinderkrippen- und Kindergartenplätzen. Wesentlich hierbei ist, dass sich die Eltern auf die vereinbarten Betreuungszeiten in Kinderkrippe, Kindergarten und Schule verlassen können müssen.
Neben unserem Kinderhaus hat die Gemeinde Vereinbarungen mit drei privaten Trägern abgeschlossen. „In zwei von drei Fällen läuft das mittlerweile auch weitgehend problemlos, während jedoch in der größten der drei privaten Einrichtungen die vereinbarten und auch von den Eltern zu bezahlenden Betreuungszeiten häufig nicht eingehalten werden“, beklagen Ipek Yaman und Dilara Poyraz, die beide auf der SPD-Liste der nächsten Kommunalwahl kandidieren.
„Der aus der CDU geprägte Begriff der Lifestyle-Teilzeit ist da geradezu grotesk und missachtet die Betreuungsrealität auch in Großkrotzenburg“, ergänzte Uwe Bretthauer für die SPD.
Wiederholt hat die SPD in der Gemeindevertretung erfolglos auf die Einhaltung der mit der Gemeinde und mit den Eltern geschlossenen Verträge gepocht. Es ist deshalb an der Zeit, dass die Gemeinde auf die Einhaltung der Verträge besteht.
Eine Übernahme der Trägerschaft in den Einrichtungen der Gemeinde kann eine Lösungsmöglichkeit darstellen, wenn ein Vertragspartner sich wie vorliegend seinen Verpflichtungen gerade auch bei den Betreuungszeiten entzieht. Die Kosten der Einrichtung trägt ohnehin in sehr großem Maße die Gemeinde und die explodieren förmlich, wie dem jüngsten Haushaltsentwurf zu entnehmen ist. Dem Argument fehlender ausgebildeter Erzieher/-innen soll bereits seit Jahren entgegengewirkt werden. Für die SPD heißt das auch: Wir wollen bei unserer Gemeinde den Ausbildungsberuf Erzieher/-innen mit vertraglicher Ausbildungsvergütung, damit sich die Personalsituation dauerhaft entspannt und die Gemeinde frühzeitig eigenes Personal an sich bindet. Das Rathaus ist diesem Auftrag bisher nicht nachgekommen.
In Hessen wird ab August 2026 ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler schrittweise eingeführt, beginnend mit Erstklässlern und bis 2029 für alle vier Jahrgangsstufen. Die Hortbetreuung der Gemeinde läuft im gleichen Umfang aus.
Wie bereits in mehreren Sitzungen des Sozialausschusses besprochen, muss die Gemeinde auf die Sicherstellung der Schulbetreuung ab 2026 beim Main-Kinzig-Kreis und dem Land Hessen dringen.
„Der Übergang von Kindern nach dem 4. Schuljahr in ortsnahe weiterführende Schulen muss sichergestellt werden. Ebenfalls wollen wir erreichen, dass sich die Gemeinde massiv dafür einsetzt, weil derzeit Kinder in den örtlichen nahen Schulen, die leider zum Schulträger Stadt Hanau gehören, für die Zweige Haupt- und Realschule abgewiesen werden. Ein Klärungsgespräch mit dem Schulträger, dem Staatlichen Schulamt und der Kreisverkehrsgesellschaft hat mittlerweile auf Antrag der SPD stattgefunden. Die Bedenken und Anregungen der Eltern, die durch den Elternbeirat vertreten waren, wurden dabei aufgenommen und sollen teilweise auch umgesetzt werden. So ist als dritte Wahlmöglichkeit auch der Besuch der Georg-Büchner-Schule in Erlensee möglich. Hierbei werden noch geeignetere Möglichkeiten der Schülerbeförderung geprüft“, betont Ipek Yaman für die SPD.
„Frühkindliche Betreuung, geeignete Plätze in Kinderkrippe und Kindergarten, garantierte Betreuungszeiten, die auch den vertraglichen Vereinbarungen entsprechen und ein geeignetes schulisches Angebot sind für uns wesentliche Aspekte einer sozial verantwortlichen Gemeinde, für die wir auch in den nächsten fünf Jahren als Gemeindevertreterinnen gemeinsam eintreten wollen“, betonen Efker-Bergmann, Yaman und Poyraz abschließend.
