Mit einer Mischung aus neuen Gesichtern und Persönlichkeiten und erfahrenen Mandatsträgern treten die Großkrotzenburger Sozialdemokraten zur Kommunalwahl am 15. März 2026 an. Ende vergangenen Jahres traf sich die Großkrotzenburger SPD, wählte geheim die Kandidatenliste und bestimmten Eckpunkte des neuen Wahlprogramms.
Gewählt wurden als neue Kandidatinnen und Kandidaten Ipek Yaman, Andreas Klein, Louisa Hinterschuster, Mustafa Sözen, Dilara Poyraz, Sven Hinterschuster und Jörg Freytag. Weiterhin vertreten sind die bereits bisher auf der Liste der SPD kandidierenden Ursula Efker-Bergmann, Thomas Tschirner, Karl Pitterling, Bastian Bradler, Christopher Clarke und Uwe Bretthauer.
In der Diskussion der SPD-Mitgliederversammlung standen die erheblichen Mängel in der Daseinsfürsorge, der Vermögenserhalts und der Sicherheit im Vordergrund. Einig war man sich, dass der vernünftige Umgang mit dem wenigen vorhandenen Geld der Gemeinde Vorrang vor Luftschlössern und Steuererhöhungen haben müsse.
„Wir haben in den vergangenen Jahren trotz nicht unerheblicher Steuernachzahlungen erlebt, dass in das vorhandene Vermögen keine geeigneten Unterhaltungsmaßnahmen investiert wurden und immer mehr Gemeindeeigentum verkommt“, erklärt hierzu der SPD-Parteivorsitzende Karl Pitterling. Er verweist hierbei beispielhaft auf das Bürgerhaus und die Seniorenwohnungen, wo die Gemeinde trotz vorhandener Mittel wenig bis nichts zur Erhaltung beigetragen habe.
Doch nicht nur in der Seniorenbetreuung, wo ein sehr aktiver Seniorenbeirat zu Recht mehr Leistung der Gemeinde einfordert, oder die Schaffung barrierefreier Einrichtungen, von denen das Bürgerhaus als letztes geschlossen wurde, liegt vieles im Argen. Gleichermaßen große Probleme sind in der Kinderbetreuung zu finden. Zugesicherte Betreuungszeiten in einer privat betriebenen Einrichtung werden seit Jahren nicht eingehalten, obwohl es hierfür eindeutige Verträge gibt.
Besonders zu beklagen ist auch der Umgang mit unserer Feuerwehr, für die bereits seit Jahren erhebliche Verbesserungen von den Aufsichtsbehörden eingefordert werden, deren Umsetzung jedoch immer noch aussteht, wie geeignete Umkleidemöglichkeiten, die Notstromversorgung und die sachgerechte Unterbringung der Fahrzeuge.
Hinzu kommt ein nicht einladendes Ortsbild, für das von der Gemeindevertretung seit Jahren deutliche Verbesserungen gefordert werden und die eklatante Differenz zwischen Ankündigung und Ausführung von baulichen Maßnahmen, für die erhebliche Mittel gebunden, aber nicht genutzt werden.
„Das alles erfolgt ohne jede ausreichende Kommunikation mit der Bevölkerung durch das Rathaus. Offensichtlich gibt es dort Wahrnehmungsschwierigkeiten, wer mit seinen Steuer- und Gebührenzahlungen wesentliche Teile unseres Gemeinwesens finanziert, nämlich unsere Bürgerinnen und Bürger“, gibt Pitterling einen weiteren Diskussionspunkt des SPD preis.
„Wir erhoffen uns trotz des gerade nicht vorhandenen bundesweiten Rückenwindes ein deutlich besseres Wahlergebnis als 2021, um mit einer starken SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung und im Gemeindevorstand mehr Einfluss auf die Lösung Großkrotzenburger Probleme nehmen zu können“, schließt Pitterling die SPD-Mitteilung ab.
